Catwoman by Tim Sale


Donnerstag, 5. September 2013
Das erste Crossover im Valiant-Universum

Cover von Harbinger Wars #1

Verlag: Valiant
Autor: Joshua Dysart, Duane Swierczynski
Zeichner: Clayton Henry, Clayton Crain, Mico Suayan, Pere Perez
Ausgabe: Originalausgabe
Sprache: Englisch

Story:
Es ist einiges aus den Fugen geraten in der Welt der Mächtigen. Nicht nur in Toyo Haradas Harbinger Foundation, die einen ihrer begabtesten Schüler verloren hat und der jetzt mit ein paar anderen Psiots seine Freiheit auskostet, sondern vor allem auch beim Project Rising Spirit, dessen Superwaffe Bloodshot sich nicht nur gegen seine Erschaffer gewendet, sondern gleich noch ein paar gefangen gehaltene Psiot-Kinder entwendet hat.
Nun sind alle auf der Flucht und niemand weiss genau, wer eigentlich mit wem verbündet ist.

Hier ein Überblick:
Die Psiot-Kinder, welche von P.R.S. fliehen konnten, aber nicht Bloodshot gefolgt sind, haben sich in Las Vegas im Bellagio verschanzt und werden dort von der Armee belagert. Sie nennen sich selbst „Generation Zero“.
Bloodshot ist mit den anderen Psiots unterwegs nach Las Vegas, um die Generation Zero bei ihrem Kampf um Freiheit zu unterstützen.
Die Renegades, wie sich die Gruppe um Peter Stanchek inzwischen nennt, ist auch auf dem Weg nach Las Vegas, ebenfalls, um die Generation Zero zu unterstützen.
Die Leute bei Project Rising Spirit, kurz P.R.S., versuchen ihre geflohenen Psiots zu eliminieren, indem sie eine Spezialeinheit aus Supersoldaten wieder ins Leben ruft, die einst wegen Bloodshots Erfolgen eingemottet wurde. Sie besteht aus vier Männern, denen über Funk Spezialfähigkeiten wie „Fliegen“ eingeimpft werden können. Da aber nur eine Spezialfähigkeit auf einmal gespeichert werden kann, muss das H.A.R.D.Corps in ständigem Kontakt mit der Basis stehen.

Da keine der Seiten eine Ahnung hat, mit was sie es auf der anderen Seite zu tun haben wird, entstehen immer wieder Missverständnisse. Zum Beispiel glauben die Kids der Generation Zero, Bloodshot sei unterwegs, um sie zu vernichten und beginnen, ihn zu bekämpfen.
Peter merkt, dass es eine Sache ist, sich mit ein paar Freunden dank seiner Kräfte ein schönes Leben zu machen, aber etwas ganz anderes, wenn man auf einmal eine Armee bekämpfen muss.
Major Palmer und sein H.A.R.D.Corps erschiessen ein paar Kinder und stellen bald fest, dass sie sich nicht zu sehr auf ihre Spezialfähigkeiten hätten verlassen dürfen.

Der einzige Gewinner in dem ganzen Chaos scheint Toyo Harada zu sein, der nicht nur einen empfindlichen Schlag gegen seinen Erzrivalen P.R.S. ausführen kann, sondern den überlebenden Psiots ein Angebot macht, das diese nicht ablehnen können.

Peter trifft auf Bloodshot.

Meine Meinung:
Die Geschichte knüpft nahtlos an Harbinger Vol. 2 und an Bloodshot Vol. 2 an und läuft parallel zu den Ereignissen von „Harbinger“ #11-14 und „Bloodshot“ #10-13.

So sieht ein gutes Crossover aus!
Ich kann die Miniserie „Harbinger Wars“ lesen und bekomme eine spannende Geschichte über den Krieg um die Vorherrschaft zweier Institiutionen, in deren Mitte sich ein Haufen Kinder befindet, die einfach nur Kinder sein wollen. Wenn ich will, dann lese ich die Tie-ins der laufenden Serien dazu, wenn nicht, fehlt mir am Ende trotzdem nichts. Lese ich nur eine der laufenden Serien und habe keine Lust, mir die anderen acht Hefte auch noch zu kaufen, dann fehlt mir auch so nichts für das Verständnis. Mit zwölf Heften in vier Monaten liegt das Ganze auch zeitlich noch in einem vertretbaren Rahmen.

So, genug Lobhudelei aufgrund der äusseren Umstände. Jetzt geht es ans Eingemachte.

Wie sich in der Zusammenfassung oben schon gezeigt hat kommen in dieser vergleichsweise kurzen Geschichte viele Figuren vor. Ausser den Hauptfiguren spielen auch noch Nebenfiguren wie Harada und zuvor unbekannte wie das H.A.R.D.Corps eine wichtige Rolle.
Trotzdem wirkt es nicht überladen und man verliert nie den Überblick. Bei anderen Geschichten habe ich schon zu Wikipedia gegriffen, hier konnte ich alles ohne Unterbrechung flüssig lesen.
Was keinesfalls bedeutet, dass die Geschichte an irgendeiner Stelle flach würde.

Während die alten Hasen auf dem Gebiet des Kampfes, Harada und P.R.S. routiniert und gekonnt vorgehen, ist den Neulingen in Sachen Freiheit anzumerken, dass ihnen die Erfahrung fehlt. Bei Generation Zero fangen die Probleme schon an, als sie sich zum ersten Mal selber einkleiden können. Immer öfter fragt man sich, ob diese Kinder überhaupt wissen, was Freiheit bedeutet und ob sie damit umgehen können.

Auch Peter, der die Renegades wegen einer Vision, die er dem blutenden Mönch verdankt, nach Las Vegas führt, scheint nicht wirklich darüber nachzudenken, was er da eigentlich tut. Eine Gruppe Jugendlicher in Gefahr bringen, weil er mit einem Bekannten des Mannes gesprochen hat, vor dem er eigentlich auf der Flucht ist? Als Anführer sollte er noch viel lernen.

Das Ende der Geschichte bildet nicht gleichzeitig das Ende des Harbinger-Krieges. Sie ist eher eine Art Zwischenetappe. Bei den Renegades wie auch bei Bloodshot scheint sich nicht viel verändert zu haben, wohl aber bei Toyo Harada. Er ist noch immer der mysteriöseste von allen und seine Absichten sind so undurchsichtig wie eh und je.
Das Ende lässt aber auf weitere grossartige Geschichten hoffen.

Ich empfehle diese Geschichte allen, die gerne gute Comics lesen.

Leider wird sie nur jene erreichen, die Englisch, Französisch oder Italienisch können. Auf Deutsch erscheinen die Valiant-Sachen nämlich erst einmal nicht.

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Samstag, 24. August 2013
Familienzusammenführung auf Valiantisisch

Cover von Archer & Armstrong Vol. 2: Wrath of the Eternal Warrior

Verlag: Valiant
Autor: Fred van Lente
Zeichner: Emanuela Lupacchino, Alvaro Martinez
Ausgabe: TP 2013, Original in Archer & Armstrong #5-9
Sprache: Englisch

Story:
Archer und Armstrong sind auf der Flucht. Und ihre Chancen, lebend davon zu kommen sind nicht gut. Denn verfolgt werden sie von niemand geringerem als Gilad Anni-Padda, besser bekannt als "Eternal Warrior", also der ewige Krieger.

Die Aufgabe des Eternal Warriors besteht darin, den Geomancer, also quasi das menschliche Sprachrohr der Natur, zu beschützen und seine Feinde zu bekämpfen. Und das seit Jahrhunderten. Da aber auch ein unsterblicher Krieger nicht überall gleichzeitig sein kann war Gilad gerade nicht anwesend, als der letzte Geomancer umgebracht wurde. In seinen Augen ist das die Schuld von Obadiah Archer und Aram Armstrong, und die sollen nun auch dafür bezahlen. Obwohl Armstrong der nichtsnutzige, faule und sein endloses Leben verschwendende grosse Bruder Gilads ist, stimmt diesen nicht wirklich milder. Das Gegenteil ist eher der Fall. Zu oft hat ihn sein Bruder enttäuscht und im Stich gelassen.

Und während sich die Brüder ein brutales Katz und Maus-Spiel liefern versucht sich eine Gruppierung mit dem bedeutungsschwangeren Namen "The Null" des neuen Geomancers zu entledigen. Doch Mutter Natur hat Grosses vor mit der jungen Frau namens Kay McHenry und zeigt ihr im Schnellverfahren, wie sie sich aus dem im Hafenbecken versinkenden Container, in den sie eingeschlossen wurde, befreien kann. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Gebrüder Unsterblich einmal mehr über sich herfallen tritt sie aus den Tiefen hervor und bringt die Krieger zur Vernunft.

Denn nur wenn sie alle zusammen arbeiten können sie den Plan verhindern, den die Nullen seit Jahrhunderten verwirklichen wollen: die vollständige Vernichtung von allem und die Heraufbeschwörung des Nichts.

Doch dafür braucht es mehr als Muskelkraft und Kampfkunst. Es braucht die Begabungen eines Geomancers. Leider konnte ihr Vorgänger Kay nichts mehr beibringen, und in den paar Stunden, die sie Zeit hatte, sich in ihrer neuen Rolle zurecht zu finden hat sie noch nicht wirklich gelernt, mit ihren neuen Kräften umzugehen.

Dass Archers Bewusstsein just in diesem Moment von einem alten Feind gekapert wird stellt da noch das kleinste Problem dar.

Gilad und Aram. Ein Herz und eine Seele.

Meine Meinung:
Zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, eine schöne Frau und eine männliche Jungfrau. Was braucht man mehr für einen guten Comic?

Ganz offensichtlich nichts.

Es macht Spass, diesen Comic zu lesen. Sehr viel Spass. Zu Beginn versteht man nicht sofort, warum Kay Stimmen hört und was sie mit der Geschichte zu tun hat. Doch genau rechtzeitig, wenn man sie gut genug kennen gelernt hat, aber noch nicht so lange warten musste, dass sie einem auf die Nerven geht, erfährt man, was ihre Aufgabe ist.

Um die wirklich lange Zeit, die Gilad sich schon seiner Aufgabe widmet, greifbar zu machen, wurden einzelne Rückblenden in längst vergangene Zeiten gestreut. Auch diese haben wieder die richtige Länge, so dass man den Faden zur Hauptstory nie verliert.

Wie schon beim ersten Band hat man nach dem Lesen vor allem gute Laune, was in Zeiten von sterbenden Sidekicks und total verhunzten Neuerungen in der Comicwelt ja leider immer seltener der Fall ist.

Natürlich kommt wie immer auch die Gewalt nicht zu kurz, weshalb dieser Comic (wie übrigens alles aus dem Hause Valiant) nicht für Kinder geeignet ist.

Leider weiss ich nicht, ob und wann dieser Comic auf Deutsch rauskommt.

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Freitag, 19. Juli 2013
Prelude zum ersten grossen Crossover

Cover von Bloodshot Vol. 2: The Rise and the Fall

Verlag: Valiant
Autor: Duane Swierczynski
Zeichner: Manuel Garcia, Arturo Lozzi, Matthew Clark
Ausgabe: TP 2013
Sprache: Englisch

Story:
Bloodshot will endlich seinen echten Namen erfahren. Da er aber nicht wie alle normalen Menschen zur Behörde gehen und im Geburtenregister nachschauen kann, muss er sich den Weg zu dem gut gehüteten Geheimnis erst einmal freikämpfen.
Hilfe bekommt er dabei von Pulse, die elektromagnetische Impulse versenden kann, und Kara, eine Notärztin, die er mehr oder weniger entführt hat. Zusammen dringen sie in einen Hochsicherheitskomplex ein, in dem Pulse früher als Kind gefangen gehalten und gefoltert wurde. Von den gleichen Leuten, die Bloodshot zu dem gemacht haben, was er jetzt ist.

Auf das, was sie da erwartet, sind sie nicht vorbereitet: Kinder. Haufenweise Kinder. Und alle scheinen etwas gegen Bloodshot zu haben. Der kann sich allerdings nicht daran erinnern, woher er die Knirpse kennt, und obwohl sie ihn attackieren versucht er sie zu beschützen.

Erstochen vom Ellenbogenknochen. DAS kann Wolverine nicht!

Meine Meinung:
Interessant.
Wieder erinnert mich Bloodshot sehr an Wolverine. Seine bis zu einem gewissen Mass vorhandenen Selbstheilungskräfte, die fehlenden Erinnerungen an frühere Missionen, die Ungewissheit, was wirklich statt gefunden hat und was nicht.

Doch das stört beim Lesen nicht. Vor allem durch meiner Meinung nach sehr gute Ideen hebt sich diese Figur vom zotteligen Schulleiter aus dem Marvel-Universum ab. So kann Bloodshot zum Beispiel den Zustand eines bestimmten Körperteils verbessert, indem er den eines anderen verschlechtert. Kollabierende Lunge? Lieber ein kraftloser Arm. Augen weggeschossen? Schnell mal etwas Hüftumfang verloren, und schon sieht man wieder was.

Wer einen Krieger mit schlechtem Gewissen sucht ist hier falsch, Der Mann mit der blutenden Brust tötet sich von Raum zu Raum ohne mit der Wimper zu zucken.

Wieder absolut lesenswert. Allerdings sollte man bereit sein, auch für den Nachfolgeband noch Geld hinzulegen, denn mit dem Ende dieses Comics scheint die Geschichte erst so richtig zu beginnen.

Den Vorgängerband darf man gerne lesen, wer gerne mittendrin einsteigt ist bei Valiant ähnlich gut versorgt wie bei Marvel, es gibt nämlich eine Zusammenfassungseite, auf der man die vorangegangenen Geschehnisse nochmal nachlesen kann.

Nichts für Kinder.
Leider nicht auf Deutsch erhältlich.

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Montag, 24. Juni 2013
Scheiss auf Konventionen

Cover von Harbinger Vol. 2: Renegades

Verlag: Valiant
Autor: Joshua Dysart
Zeichner: Phil Briones, Barry Kitson, Lee Garbett, Pere Pérez, Matthew Clark, Alvaro Martinez
Ausgabe: TP 2013, Original in Harbinger #6-10
Sprache: Englisch

Story:
Peter Stanchek braucht Hilfe. Und die sucht er ausgerechnet bei Kris Hathaway, dem Mädchen, das er vor kurzem dazu gezwungen hatte, sich in ihn zu verlieben, nur um sie dann wieder zu verlassen. Zuerst ist sie nicht begeistert von der Idee, doch dann erkennt sie die Möglichkeiten, die sich für sie ergeben könnten, wenn sie sich Peter und seiner noch nicht vorhandenen Widerstandsgruppe anschliesst. Zusammen mit Faith, die Peter das Leben gerettet hat und dank ihm fliegen kann, machen sie sich auf, weitere unaktivierte Psiots auszuspüren, zu aktivieren und auf ihre Seite zu ziehen.

Anmerkung: Psiots sind Menschen mit besonderen Kräften, ähnlich wie die X-Men. Diese müssen allerdings erst aktiviert werden, und bis dies geschieht sind sich die meisten dieser Menschen nicht bewusst, dass sie solche Kräfte besitzen.

Als erstes treffen die drei die Stripperin Flamingo, die mit bürgerlichem Namen Charlene Dupre heisst. Da ihr bisheriges Leben ein einziges Desaster war braucht es keine Überredungskunst, um sie dazu zu bringen, sich der kleinen Gruppe anzuschliessen. Die folgende Aktivierung verläuft allerdings ein wenig anders, als Peter sich das vorgestellt hat.

Auf Peters Liste befindet sich auch John Torkelson. Wie die anderen ist auch er ein Aussenseiter. Doch es ist nicht seine Begabung, die ihn dazu macht. Torkelson ist vom Hals abwärts gelähmt und verbringt die meiste Zeit des Tages in einer Traumwelt, in der er ein grosser, starker, unschlagbarer und natürlich von den Frauen angehimmelter Mann ist.

Gerade noch rechtzeitig schafft es Peter, Torkelsons Kräfte zu aktivieren, denn schon taucht eine Special Force des Rising Spirit Projects auf. Denn Harada ist nicht der einzige, der an Peter und seinen Fähigkeiten interessiert ist.
Torque, wie er sich selbst nennt, bemerkt zuerst nicht, dass er sich nicht mehr in seiner Traumwelt befindet, sondern sich tatsächlich in den unschlagbaren Typen, der er immer sein wollte verwandelt hat. Ohne Probleme nimmt er den Kampf gegen einen der angreifenden Helikoptern auf. Doch sein Einsatz nützt wenig. Schon nach kurzer Zeit ist die wild zusammengewürfelte Gruppe besiegt und die Jugendlichen werden abtransportiert.

Nur eine wurde nicht gefasst: Faith. Denn was kann ein naives, fliegendes Nerd-Mädchen schon ausrichten?

Jo, bis dann.

Meine Meinung:
Wow, wenn ihr dachtet, bei X-Men handle es sich um einen Aussenseiter-Comic, dann solltet ihr mal Harbinger lesen! Die Gruppe wird nicht nur von zwei verschiedenen, extrem gefährlichen Vereinigungen gejagt, sondern ihre Mitglieder sind auch eher ungewöhnlich für Hauptfiguren. Eine Stripperin, ein dickes Mädel und ein gelähmter Junge sind nun einmal nicht gerade das, was man aus Superhelden-Comics gewohnt ist. Die Leute bei Valiant scheint das nicht zu interessieren.

Gut so!
Jeder der Charaktere könnte eine eigene Comicserie bekommen, jeder hat seine ganz eigene, spannende Geschichte.
Doch am interessantesten ist die Figur der Kris. Sie besitzt als einzige keine Superkräfte und fungiert sozusagen als Superhirn der Truppe. Mir ist noch nicht klar, auf wessen Seite sie eigentlich steht, würde jedoch sagen, auf ihrer eigenen:

"Now I've got a flying Girl and a bastard god who's desperate for my approval.
And that means I've got something so very few People in this world really have...
That means I've got power.
"

Während ich Harbinger Vol. 1 auch gut, aber noch etwas anstrengend zu lesen fand, geht dieser Band runter wie Öl. Jede Menge Action und trotzdem tiefgründig.
Ich bin froh, dass ich die Serie ab #11 im Abo hab und nicht noch ewig auf die Fortsetzung warten muss!

Ich bin bis jetzt begeistert von der Serie und empfehle sie gerne weiter.
Wie immer gilt: Nicht für Kinder geeignet!

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Sonntag, 23. Juni 2013
Gottesfürchtig und tödlich, betrunken und unsterblich

Cover von Archer & Armstrong Vol. 1: The Michelangelo Code

Verlag: Valiant
Autor: Fred van Lente
Zeichner: Clayton Henry, Pere Pérez
Ausgabe: TP 2012, Original in Archer & Armstrong #1-4
Sprache: Englisch

Story:
Obadiah Archer ist in einem Vergnügungspark aufgewachsen.
Was für normale Menschen die glücklichste Kindheit überhaupt bedeuten würde, bedeutete für ihn nicht enden wollendes Training und harte Arbeit. Denn seine Eltern, die den Park betreiben, sind Mitglieder einer Sekte, fundamentalistische Christen, der Vergnügungspark eine Lehreinrichtung zum Thema Kreationismus. Obadiah und seine Adoptivgeschwister haben den Park noch nie verlassen und kaum Kontakt zu anderen Menschen. Und sie alle wurden auf eine Mission vorbereitet.

Da sich Obadiah als der begabteste von ihnen allen herauskristallisiert hat, wird ihm die Ehre zu Teil, die Mission erfüllen zu dürfen.
Er reist nach New York um jenen zu töten, dessen Name nicht genannt werden darf.
Obwohl er noch nie irgendwo anders war als im Park seiner Eltern findet er sich in der Stadt schnell zurecht und betritt schon am Abend seiner Ankunft „The Meat-Packing District“, die Rockerkneipe, in der sich der mysteriöse Feind aufhalten soll. Mit Hilfe eines dreieckigen Artefakts identifiziert er einen grossen, starken Mann namens Armstrong. Doch bevor er seine Mission beenden kann wird der Laden von einer geheimnisvollen Truppe gestürmt, alle gekleidet in eine Mischung aus moderner Rüstung und Kreuzritter Outfit, und die beiden werden gefangen genommen.
Obadiah belauscht ein Gespräch zwischen seinen Entführern und seinen Eltern und erfährt, dass seine Eltern ihn die ganze Zeit belogen und ihn für ihre eigenen egoistischen Zwecke missbraucht haben.

Ausser sich vor Wut und Enttäuschung beginnt er einen Kampf gegen seine Eltern, seine ebenfalls instrumentalisierten Geschwister und gegen das riesige Netzwerk der Sekte.
Sein einziger Verbündeter im Kampf ist der Mann, den er Momente davor noch zu töten gedachte: Armstrong.

Weh tun oder weh getan bekommen. So siehts nämlich aus!

Meine Meinung:
Ein Comic voller Potential. Zwei Hauptfiguren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, religiöse Fanatiker als Gegner und ein, zwei Prisen übernatürliches Geschehen.

Leider wurde dieses Potential im ersten Band (noch) nicht genutzt. Zwischen Archer und Armstrong gibt es zwar immer wieder Reibereien, doch die wirken erzwungen.

Überall, wo die Kirche eine Rolle spielt, ist Platz für Verschwörungstheorien und auch hier ist es nicht anders. Es gibt bestimmt tausende Geschichten, die sich angeblich in ihren kalten Gemäuern oder zumindest in ihrem Namen abgespielt haben sollen und die Menschen werden fast nie müde, sich etwas neues auszudenken. Fast. Denn wie der Titel schon verrät sind vereinzelte Teile dieser Geschichte, wir sagen mal: eine Homage an Dan Browns "The Da Vinci Code". Und der Rest ist skuril. Fast schon zu skuril, für meinen Geschmack. Hitler-Mönche im Himalaya? Ich weiss ja nicht so recht.

Und nun die letzte Kritik, danach höre ich auf, auf dem armen Comic rumzuhacken. So schlecht ist er nämlich gar nicht.
Was mich am meisten gestört hat war, wie schnell sich Obadiah von seinen Eltern abwendet. Ein Leben lang wurde er darauf trainiert, alles zu tun, was sie ihm befehlen, und dann bringt ihn ein kleiner Satz so weit, dass er völlig durchdreht und sich gegen seine Familie stellt, die einzigen Menschen, die er je kannte? Ich hätte mir gewünscht, dass er zumindest ein bisschen mit sich hadern würde, aber er scheint ja ganz gut damit klar zu kommen, dass seine Familie von jetzt an hasst. So stark kann sein Glaube ja nicht gewesen sein. Das ging mir ein bisschen zu schnell.

Alles in allem muss ich sagen, dass es ein spannender, gut gezeichneter Comic ist. Es hakt noch hier und da ein bisschen, aber ich gehe davon aus, dass sich das mit der Zeit alles ergibt, sobald sich der Autor in die Serie "eingeschrieben" hat.

Auch wenn der Comic nicht meine Lieblingsserie von Valiant ist gefällt er mir trotzdem so gut, dass ich ihm noch eine Chance gebe und mir den zweiten Band bestellen werde.

Wie alle anderen Valiant-Serien nichts für Kinder, aber für alle anderen, die auf amerikanische Comics stehen.

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Freitag, 21. Juni 2013
Valiants Batman

Cover von Shadowman Vol. 1: Birth Rites

Verlag: Valiant
Autor: Justin Jordan, Patrick Zircher
Zeichner: Patrick Zircher
Ausgabe: TP 2012, Original in Shadowman #1-4
Sprache: Englisch

Story:
Jack Boniface ist ein ziemlich normaler junger Mann. Ok, er ist ohne Vater aufgewachsen und eines Tages verschwand dann auch seine Mutter, aber er übersteht seine Kindheit und Jugend trotzdem relativ gut und wird sogar ohne Studium oder sonstigen nennenswerten Abschluss Kurator im "Nouvelle Orleans Museum of Culture".

Eines Tages erscheint ein Mister Burke im Museum und übergibt Jack Akten über seine Eltern. Lange ging die Polizei davon aus, dass es sich bei Josiah Boniface und Helena LeBreton, Jacks Eltern, um Mörder handelte, was allerdings nie bewiesen werden konnte.
Für Jack ist es ein Schock. Er fühlt sich von seiner Mutter belogen und wirft in einem Moment der Wut das Medaillon, das sie ihm geschenkt hat ins Meer.

Was Jack nicht weiss: das Medaillon hat ihn seit Kindesbeinen versteckt. Es hat dafür gesorgt, dass der Mann, der für das Verschwinden seines Vaters verantwortlich ist, ihn nicht finden kann. Doch Jack hat keine Ahnung, was seine Eltern wirklich vor ihm geheim gehalten haben.

Als Jack auf dem Nachhauseweg von zwei Monstern überfallen wird, verwandelt er sich auf einmal in einen schwarz angezogenen, trainierten Kämpfer und schafft es mit Hilfe von zwei Fremden, die unverhofft auftauchen, die Monster in die Flucht zu schlagen.
Am nächsten Morgen erinnert er sich nur noch bruchstückhaft an die vergangene Nacht.
Gut, dass da Alyssa und Dox, die zwei Fremden, die ihm in der Nacht zuvor geholfen haben, auftauchen und ihn darüber aufklären, wer er ist und was in ihm steckt. Lange haben sie dafür allerdings nicht Zeit, denn schon bald taucht Mister Twist auf, das Obermonster, dass den neuen Shadowman besiegen will, bevor dieser zu seiner vollen Stärke kommen kann.

Und so muss sich Jack schneller an seine neue Rolle als Beschützer von New Orleans gewöhnen, als ihm lieb ist.

Verwandlung

Meine Meinung:
Mich hat das Cover schon überzeugt. Aber als ich dann gelesen habe, dass die Serie in New Orleans spielt, hatten die mich am Haken. Ich versprach und verspreche mir noch immer viel davon.

Der Comic bietet einen guten Einstieg in die Serie. Man lernt die Hauptfigur kennen, seine Mitstreiter, kann erahnen, was seinen Eltern zugestossen ist und erhascht schon einmal einen ersten Blick auf den Erzfeind.

Trotz des düsteren Hintergrunds wirkt die Geschichte dank Jack Bonifaces Unbeschwertheit sehr erfrischend, gerade im Vergleich zu DCs Batman.
Er hat im Gegensatz zu Bruce Wayne etwas aus seinem Leben gemacht und hängt nicht in der Vergangenheit. Er macht auf mich auch nicht den Eindruck, dass er sehr mit seinem Schicksal hadert, er ist eher verwirrt.

Wie ich schon oben geschrieben habe, erwarte ich noch sehr viel von dieser Serie. Gute Kämpfe in düsterem Ambiente mit viel jugendlichem Charme. Und da ich gerne wissen will, ob ich Recht habe, werde ich mir natürlich auch den zweiten Band kaufen und euch darüber berichten.

Der Comic bekommt eine beinahe uneingeschränkte Kaufempfehlung von mir. Beinahe deshalb, weil er sich definitiv an erwachsene Leser richtet und nicht an Kinder. Wie bei den anderen Valiant-Vol. 1-Bände ist auch hier der Preis sehr niedrig. Reinschnuppern lohnt sich!

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Donnerstag, 20. Juni 2013
Krieger in der falschen Zeit

Cover von X-O Manowar Vol. 1: By the Sword

Verlag: Valiant
Autor: Robert Venditti
Zeichner: Cary Nord
Ausgabe: TP 2012, Original in X-O Manowar #1-4
Sprache: Englisch

Story:
Das Jahr 402 nach Christus. Die Westgoten kämpfen gegen das römische Heer. Ein junger Krieger fällt besonders auf, da er wie kein anderer seine Mitstreiter zum Durchhalten und Weiterkämpfen anhält. Sein Name ist Aric.
Trotz aller Bemühungen müssen die tapferen Mannen fliehen, da die Römer hinterrücks das Camp der Goten angegriffen und deren Frauen und Kinder entführt haben. Aric beschliesst, ein paar Männer zu sammeln und die Römer zu verfolgen, um seine geliebte Frau Deidre zurück zu bekommen.

Leider stossen sie bei ihrer Jagd nicht auf die Römer, sondern auf Ausserirdische. Diese nehmen die Gruppe gefangen und machen sie zu ihren Sklaven.
Die Krieger müssen jahrelang tagtäglich im Garten der Aliens arbeiten.
Irgendwann ist es so weit, Aric plant einen Ausbruch. Der gelingt ihm ohne weiteres, er und seine Männer erledigen sogar ein paar der seltsamen Männer. Sein Plan ist klar: Um überhaupt vom Raumschiff fliehen zu können, braucht er die mysteriöse Rüstung, die er bei seiner Ankunft auf dem Schiff gesehen hat. Mit ihrer Hilfe will er sich dann bis nach Rom durchschlagen.

Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, die Rüstung zu entwenden und mit ihr nach Rom zu kommen; nur leider ist es nicht das Rom, das er kennt.

Klare Ansage.

Meine Meinung:
X-O Manowar. Kein Comic, der mich von der Beschreibung her anspricht. Und trotzdem habe ich mir jetzt schon den zweiten Band bestellt.
Was also ist passiert?

Ich habe andere Comics von Valiant gelesen, Harbinger Vol. 1 und Bloodshot Vol. 1, und war begeistert von ihnen. Als ich mir dann den zweiten Band von Harbinger bestellen wollte hab ich beschlossen, auch noch in andere Serien rein zu schauen. Und da X-O Manowar anscheinend sowas wie der Flagship-Titel des Verlags zu sein scheint hab ich beschlossen, ihn einmal "auszuprobieren".

Es hat sich gelohnt. Wie die anderen zwei Bände, die ich von Valiant bisher gelesen habe, ist auch dieser wieder extrem spannend. Die Geschichte beginnt am Anfang, man erfährt, wer Aric ist und wie er an die Rüstung kommt. Trotzdem sind noch nicht alle Rätsel gelöst. Noch ist nicht klar, was diese Rüstung genau ist und welchen Zweck sie erfüllen soll.

Seine Herkunft (die Vergangenheit) verspricht noch einige interessante oder sogar lustige Situationen. Ich fühlte mich beim Lesen ein bisschen an Thor im Film erinnert, wie er in unsere Welt kommt und sich erst einmal völlig daneben benimmt.

Die Geschichte ist so geschrieben, dass sie genug erzählt, um den Leser nicht ratlos zurück zu lassen und nur so viel, dass es unendliche Möglichkeiten gibt, wie es weiter gehen könnte. Natürlich endet die Story mit einem Cliffhanger.

Da es sich um den Start einer neuen Serie handelt ist die Serie natürlich auch für neue Leser geeignet.
Für Kinder eher nicht.

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Montag, 17. Juni 2013
Daneben sehen die X-Men aus wie kleine Kinder.

Cover von Harbinger Vol. 1: Omega Rising

Verlag: Valiant
Autor: Joshua Dysart
Zeichner: Khari Evans, Lewis LaRosa, Matthew Clark, Jim Muniz
Ausgabe: TP 2012, Original in Harbinger #1-5
Sprache: Englisch

Story:
Peter Stanchek ist kein normaler Junge. Er lebt auf der Strasse und ist abhängig von Medikamenten, die er dringend braucht, um die Stimmen aus seinem Kopf zu verbannen, die ihn immer überall hin begleiten.
Natürlich kann er sich die Medis nicht leisten, doch er hat so seinen ganz eigenen Trick, um an sie ran zu kommen.
Was ihn nämlich so aussergewöhnlich macht ist nicht die Tatsache, dass er kein zu Hause hat und auch nicht, dass er sich irgendwas einwirft. Was ihn so einzigartig macht sind seine Überredungskünste. Er braucht einen Menschen nur anzusehen und einen Befehl zu äussern, und schon tut derjenige das ihm Befohlene.

Das bleibt natürlich nicht unbemerkt, und so wird Pete mitten in der Nacht von der Armee besucht. Doch nicht nur die findet sich im Vorgarten des leerstehenden Hauses wieder, in dem er und sein Kumpel Joe übernachten wollten.

Pete kann einen Angriff abwehren und bevor er noch schlimmeren Schaden anrichten kann wird er von einer Frau namens Rachel Hopson in einen Van gebeten. Sie stellt sich als Mitglied der Harbinger Foundation vor, die Pete wegen seiner Fähigkeiten aufnehmen will.

Die Harbinger Foundation ist eine Schule für Leute wie Pete, die lernen sollen, mit ihren Kräften umzugehen. Sie ist eine geheime Abteilung des Harada Global Conglomerates, dessen Chef gleichzeitig auch der Schulleiter ist.

Doch auch wenn sich erst alles toll anhört und auch so klingt, wie wenn es in Peter Stancheks Leben ab jetzt wieder bergauf gehen würde, bleibt er skeptisch.

Zu recht, wie sich bereits an seinem ersten Schultag herausstellt.

Ich denke das war jetzt deutlich genug.

Meine Meinung:
Eine Schule für Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten, woran erinnert mich das bloss?
Das war so mein erster Gedanke zu dem Comic. Ziemlich schnell wird aber klar, dass hier ausser dieser Idee alles anders ist.
Ich bin mir noch nicht sicher, wer jetzt die Bösen und wer die Guten sind. Der Comic streicht seine Charaktere nicht schwarz oder weiss an, sondern vor allem grau.
Und, um bei den schönen Farbvergleichen zu bleiben, auch ganz schön bunt. Denn die Figuren gewinnen aussergewöhnlich schnell an Tiefe. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, wen ich sympathisch finden soll. Oder ob mir überhaupt jemand sympathisch ist.

Die Zeichnungen sind, wie schon bei Bloodshot Standard-Superhelden-Zeichnungen, sie werfen mich nicht vom Hocker, sind aber auch nicht hässlich. Dem Lesevergnügen schaden sie auf jeden Fall nicht.

Der Band bildet den spannenden Beginn einer hoffentlich genau so spannend fortgeführten Serie.

Ich kann den Comic (erwachsenen) Lesern eigentlich nur empfehlen, unter anderem auch wegen des verhältnismässig niedrigen Preises für den Band.

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Mittwoch, 12. Juni 2013
Bloodshot. Kann irgendwie alles.

Cover von Bloodshot Vol. 1: Setting the World on Fire

Verlag: Valiant
Autor: Duana Swierczynski
Zeichner: Manuel Garcia, Arturo Lozzi
Ausgabe: TP 2013, Original in Bloodshot #1-4
Sprache: Englisch

Story:
Bloodshot ist ein Soldat. Ein Killer. Er wird von der Armee immer überall dort eingesetzt, wo ein normaler Einsatztrupp nicht weiterkommt. Seine durch in seinem Blut zirkulierenden Nanorobotter hervorgerufenen Fähigkeiten spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. So kann er für eine gewisse Zeit sein Erscheinungsbild verändern, besitzt mehr Kraft als normale Menschen und kann eventuelle Verwundungen bei genügend Proteinzufuhr selbst heilen.
Seine seelische Stütze nach solchen Einsätzen bildet dabei immer seine Familie, seine treue Ehefrau und sein kleiner Sohn, zu denen er immer in sein trautes Heim zurückkehren kann.

Doch als bei einem Routineeinsatz alles ganz anders läuft als er sich das vorgestellt hatte muss Bloodshot feststellen, dass sein ganzes Leben, wie er es zu kennen glaubte, eine einzige Lüge war. Bewusst macht ihm das Doctor Kuretich, der alle von Bloodshots Erinnerungen downloaded und ihn dann fliehen lässt.
Kuretich war früher Angestellter bei Project Rising Spirit Agents, die für Bloodshot verantwortlich sind und ihn immer noch zu steuern versuchen.
Und die das ganze gar nicht lustig finden. Sie versuchen, ihn zurück zu bekommen, mit allen erforderlichen Mitteln.

Doch sie haben es mit einer Waffe zu tun, die sie selbst geschaffen haben und der sie beigebracht haben, das Missionsziel auf alle Fälle zu erreichen, komme, was wolle. Und jetzt sind sie das Missionsziel.

Schnell, effektiv, blutig.

Meine Meinung:
Der Comic bietet nichts neues. Die ganze "Ich werde von einer geheimen Organisation als Waffe missbraucht und die löschen regelmässig meine Erinnerungen aus"-Geschichte kam mir gleich zu Beginn verdammt bekannt vor. Bloodshot hat zwar keine ausfahrbaren Krallen, ist aber auch ohne ziemlich tödlich.

Und genau das ist der Grund, warum ich mir die Serie auch weiterhin leisten werde. Wolverine ist in den letzten Jahren ziemlich verweichlicht. Hatte einen Sohn, um den er sich kümmern wollte, verschiedene Freundinnen, eine Adoptivtochter, mein Gott, der Mann ist Schulleiter! SCHULLEITER!
Pech Wolverine, ich hab ne neue coole Version von dir gefunden!

Als Anfang einer Serie bietet diese Geschichte alles, was man braucht. Die Umstände werden so weit erklärt, dass es noch spannend bleibt und man es trotzdem versteht. Die ganze Handlung ist von Brutalität geprägt. Gefühlsduseleien gabs bisher noch keine. Also genau mein Ding.

Die Zeichnungen und die Colorierung würde ich als Standard bezeichnen. Nicht schlecht, sie sorgen für ein angenehmes Lesevergnügen. Aber eben auch nicht besonders erwähnenswert.

Da Valiant noch nicht lange wieder auf dem Markt ist, braucht man kein Hintergrundwissen (wie bei DC oder Marvel) um diese Serie zu verstehen. Deshalb auch für Einsteiger und solche, die keinen Bock mehr auf die Grossen zwei haben, geeignet.
Auf keinen Fall für Kinder geeignet!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Geschichte jemals auf Deutsch erscheinen wird.

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